Katholische Pfarrgemeinde Sankt Georg Seelscheid (Neunkirchen-Seelscheid), Erzbistum Köln
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Katholische Pfarrgemeinde Sankt Georg Seelscheid (Neunkirchen-Seelscheid), Erzbistum Köln

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Chorgemeinschaft Sankt Georg Seelscheid

Ansprechpartner:

Walter Eisenreich

Telefon: (02247) 9 23 55 20
E-Mail: walter.eisenreich(at)web.de

Die Proben finden wöchentlich donnerstags zwischen 20 und 22 Uhr im Pfarrheim Sankt Georg statt. 

Aktuelles

Ich hätt' getanzt heut' Nacht.

So lautete das Motto des Konzerts der Chorgemeinschaft St. Georg in Seelscheid am 17.09. in der Aula der Grundschule Seelscheid. Für einen Chor, dessen Repertoire fast ausschließlich kirchlichen Gesängen gewidmet ist, eher ein Gang auf Neuland, zumal der weitere Text des Mottos wie folgt lautet: ….. ich möcht' noch so viel mehr, auch wenn es Sünde wär', die ich mir nie verzeih'! Ein Schelm ist, der Böses dabei denkt! So konnten die Verantwortlichen des Chores die Sängerinnen und Sänger des Chores unter der Leitung von Dorothea Jakob davon überzeugen, einmal über den Tellerrand zu schauen um eben dieses weltliche Konzert auf die Beine zu bringen. Lange wurde geprobt, jedoch ohne die Lieder für anstehende Messgestaltungen aus den Augen zu verlieren. Mancher im Chor wird gedacht haben, wenn das nur gut geht? Dann kam der Tag, an dem der Chor sein Können unter Beweis stellen musste. Bei einer, bis auf wenige Plätze, gefüllten Halle eröffnete das Kammerorchester Stringendo aus St. Augustin das Konzert mit einem Stück von Vivaldi. Ihnen zuzuhören war ein Genuss. Geleitet wird das junge Orchester von Christiane Kraus. Nun war der Chor gefragt! Noch einmal tief durchatmen, letztes Lampenfieber verdrängen; und schon standen die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne vor einem erwartungsvollen Publikum. Der erste Block war eine Hommage an Engelbert Humperdinck, der in Siegburg geboren ist und dem auf seinen Wanderungen im bergischen Land zu der Oper „Hänsel und Gretel“ bestimmt einige Ideen in den Sinn kamen. Jedoch den Gänsen konnte auch er keine Schuhe anpassen, da hierzu die Leisten heute immer noch fehlen. Hänsel und Gretel tanzten über die Bühne während der Chor den Text und die Melodie sang. Vielen ist dieses Lied noch aus der Kinderzeit bekannt. Ja, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein? Wissen sie es? Humperdinck hat es gewusst! Hänsel und Gretel, müde geworden vom Tanzen und Singen, setzten sich, um auszuruhen. Doch bald kam der Sandmann und streute ihnen den Schlafsand in die Augen. Dazu sang er, dargestellt von Beate von Berg, mit einer weichen Sopranstimme das Lied „ der Kleine Sandmann bin ich“. Oh, wie wurden da die Augen müde! Begleitet vom Kammerorchester „Stringendo“ sangen die Frauenstimmen des Chores den Abendsegen: „Abends will ich schlafen geh ‘n ......“. Im Saal war kaum ein Räuspern zu hören. Mit der Suite aus der Oper „Fairy Queen“ von Purcell setzte das Kammerorchester das Programm fort. Bevor der Chor erneut die Bühne betrat, wurde von fleißigen und flinken Händen das Bühnenbild passend für den Auftritt verändert. Vorgetragen wurden Ausschnitte aus dem Musical „My fair Lady“ von Frederick Loewe, die der Chor bravourös meisterte. Zunächst waren es Wünsche die musikalisch vorgeführt wurden. Gern hätt' so mancher getanzt, auch ein Zimmerchen mit 'nem Ofen wäre wunderschön. Aber es sind eben nur Wünsche. Friedhelm Baisch als Dr. Dolittle überzeugte das Publikum mit seinem Solo, zumal er in die Kleidung eines gestrengen Lehrers geschlüpft war. Er hat es tatsächlich geschafft, der Göre Eliza eine gute Aussprache zu vermitteln. Grün heißt nun einmal grün und nicht grin! Als Ernährer seiner Kinder, bei dem man schon ein „kleenes Stückchen Glück“ haben muss, bewies er ebenfalls sein Talent als Solist. Im weiteren Verlauf der Aufführung fand man den Chor auf der Pferderennbahn in Ascot. War das aufregend! Begleitet wurde die Chorgemeinschaft von Tom Deneckere am Flügel. Als Abwechslung im Programm eroberten die Damen der Ballettschule „Im Hofgarten“ aus Lohmar die Bühne. Da waren sie wieder die Wünsche: Noch einmal jung sein und die Beine so schwungvoll bewegen können! Das Programm wurde beendet mit einem Medley aus der Operette „Blume von Hawaii“ von Paul Abraham. Hierzu hatten sich die Damen ein wenig bunt dekoriert und teilweise auch den Herren das passende Outfit verliehen. Das Bühnenbild war zu dem letzten Liedvortrag entsprechend hergerichtet. So wurden einmal schnell, einmal langsamer im Rhythmus die Lieder dieses Medleys vorgetragen und vom Chor gemeistert. Nach dem Schlussakkord spendete das Publikum langanhaltenden Beifall und dankte mit stehender Ovation und verlangte natürlich eine Zugabe, die trotz aller Anstrengung der Stimmbänder gern gegeben wurde. B.M. ...

Chorausflug der Chorgemeinschaft St. Georg 1860 Seelscheid e. V.

Zunächst wurde während der Chorproben, die mit Ausnahmen jeden Donnerstag stattfinden, über den diesjährigen Chorausflug abgestimmt. Fast alle Sängerinnen und Sänger bekundeten ihr Interesse. Mehrere Ziele wurden in Erwägung gezogen. Letztendlich entschieden wir uns für die Großstadt Essen, mitten im Ruhrgebiet gelegen. Schnell war auch ein Team gefunden, das diese Reise vorbereitete. So bestieg am 02.September in der Frühe um 08.00 Uhr eine muntere Schar von Sängerinnen und Sängern sowie inaktiven Mitgliedern des Chores den Bus, um dem Ziel Essen entgegen zu fahren. Wir alle waren gespannt, was uns erwartete, denn die Einzelheiten hatte das Organisationsteam bisher nicht verraten. Erst während der Fahrt wurde das Geheimnis nach und nach gelüftet. Gegen 10.00 Uhr erreichten wir unser erstes Ziel, das Schiffshebewerk Henrichenburg im Dortmund — Ems — Kanal. In zwei Gruppen aufgeteilt wurde uns die Planung, der Bau und die Einweihung dieses, heute unter Denkmalschutz stehende Bauwerk, von fachkundigen und der Materie nahestehenden jungen Leuten erklärt. Alle technischen Anlagen der Erbauungszeit versetzten so manchen in der Gruppe in Erstaunen und an die Technik der heutigen Zeit zweifeln. Wenn man bedenkt, dass durch Anheben und Absenken des Wasserspiegels um nur 3cm in der Wanne das Aus- und Einfahren der Schiffe ermöglicht wurde, so stand dahinter ein ausgeklügeltes System. Beim Bau der Anlage wurden Fachleute aus den Niederlanden, Polen und Italien verpflichtet. Die Einweihung durch den deutschen Kaiser fand im Jahre 1909 statt. Ein Probelauf fand nicht statt. Es klappte alles auf Anhieb! Der Kaiser und die geladenen Honoratioren waren begeistert. Nach einem Aufstieg auf die Türme und einem Gang über die Verbindungsbrücke, an der außen das Kaiserwappen prangte, noch eine kurze Erklärung von unserem Führer in der Wanne selbst; und schon waren fast zwei Stunden wie im Flug vergangen. Heute sind wir froh, dass diese technischen Relikte des letzten Jahrhunderts der jungen Generationen dank des Denkmalschutzes noch vorgefiihrt werden können. So langsam meldete sich nun auch der Magen. Schließlich war es ja schon Mittag. Aber auch daran hatten unsere Organisatoren gedacht. In einem naheliegenden Imbissstand wurde uns das für das Ruhrgebiet übliche Menü serviert: Currywurst mit Pommes. Allen hat es wunderbar geschmeckt! So gestärkt ging es dann weiter nach Essen, der neuntgrößten Stadt Deutschlands. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein stieg eine Führerin zu uns in den Bus, die uns nun für mehrere Stunden begleitete. Zunächst aber erzählte sie uns, dass ihre Heimat Argentinien sei, nun aber lebe sie schon viele Jahre hier und möchte nie mehr fort. An ihren fachlichen Erklärungen verspürte man, wie sehr sie der Stadt Essen und dem Kohlenrevier verbunden war. Nur noch die Gebäude der Zeche erinnern daran, dass hier einmal das schwarze Gold, die Kohle, gefördert wurde. In den weitläufigen Hallen und Gebäuden finden heute Kultur- und Sportveranstaltungen statt. Aber auch Boutiquen und Geschäfte gibt es hier. So wurden wir über den Begriff Förderturm und Fördergerüst aufgeklärt. Der Turm ist ein ummauertes hohes Gebäude. Das Gerüst ist das Gestell mit den sich für den Betrachter drehenden Räder. Es gibt sie kaum noch! So mancher aus der Gruppe wird sich noch daran erinnern, als sich noch die Räder der Fördergerüste drehten und der Himmel über dem „Ruhrpott" dunkel, grau und von den Hochöfen feuerfarben leuchtete. Schmutz und Staub wohin man griff! All das gehört der Vergangenheit an. Die Abraumhalden sind grün und viele Anlagen hat sich die Natur zurückerobert. Nach den vielen Eindrücken und Erklärungen war es nun an der Zeit, die Stadt selbst ein wenig kennen zu lernen. Auf der sich nun anschließenden Stadtrundfahrt wurden wir ein wenig mit Geschichte der Stadt vertraut gemacht. Riesige Verwaltungsgebäude der Firmen Thyssen- Krupp, Karstadt u.a. erstaunten uns. Der Name Krupp begegnete uns immer wieder. So fehlte nur noch die Villa Hügel, das „bescheidene" Heim der Familie Krupp. Heute wird die Villa, die in einem riesigen Gelände liegt, Rir kulturelle Veranstaltungen genutzt. Doch halt, da gab es noch einen Punkt auf der Tagesordnung: die Margaretenhöhe. Dieser Ortsteil der Stadt Essen ist vielen zumindest dem Namen nach bekannt. Die Siedlung wurde flir die Angestellten der Firma Krupp gebaut und ist heute in eine Stiftung übergegangen. Die Häuser selbst sind den damaligen Verhältnissen sehr modern eingerichtet und auch heute noch als Wohndomizil sehr begehrt. Man hat sich allerdings den Bedingungen und Vorschriften der damaligen Erbauer, eben der Familie Krupp zu unterwerfen. Außerdem war man, stolz „Kruppianer" zu sein! Wer sich dagegen auflehnt und diese Bedingungen nicht einhält, hat sein Wohnrecht verspielt und wird von seinen Nachbarn mehr oder weniger gezwungen, sich eine andere Bleibe zu suchen. Auch heute noch! Trotz aller Vorgaben ist diese Wohnsiedlung sehr beliebt, da es eine Oase des Friedens und der Ruhe fernab der Großstadt ist, die mit der Straßenbahn in wenigen Minuten zu erreichen ist. Trotz all dieser interessanten Eindrücke und Neuigkeiten, die uns der Tag gebracht hatte, war es nun genug. Der Kopf musste erst einmal alles verarbeiten. Auch der Hunger stellte sich wieder ein. Nach einer kurzen Fahrt, zum Teil auf einem abenteuerlichen schmalen Weg, standen wir am Baldeneysee vor einem Lokal, wo die Tische für uns schon gedeckt waren. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Busfahrer für seine umsichtige Fahrweise. Da wir schon während der Fahrt unsere Mahlzeiten ausgesucht hatten, konnten wir wenige Minuten nach der Ankunft hier unser Abendessen zu uns nehmen. Nach dem Motto: Man gönnt sich ja sonst nichts, ließ der ein oder andere sich noch ein Eis oder Apfelstrudel schmecken. So gestärkt traten wir die Rückfahrt nach Seelscheid an, wo wir gegen 22.00 Uhr nach einem erlebnisreichen Tag voller Eindrücke und neuer Erkenntnisse gesund aber müde wieder eintrafen. An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank den beiden Organisatoren Martina und Sven, die ein ausgewogenes und interessantes Programm zusammengestellt hatten. Nochmals herzlichen Dank! BM. ...